Körperpsychotherapie

Christina Burgfried

Körperpsychotherapie/ Bioenergetik

Körperpsychotherapie ist eine ganzheitlich – integrative Therapieform. Es geht darum, den Menschen in seinen verschiedenen Lebensdimensionen zu erfassen – psychisch-geistig, körperlich, sozial und spirituell-sinnstiftend.

Die Bioenergetik ist eine Form der Körperpsychotherapie.

Emotionen spiegeln sich in unserer Haltung, unserem Körperbild, unserem Bewegungsmuster und unserem Atem wider. Körperliche Aktivität wirkt sich auf unser Denken und Fühlen aus, sowie auf unser Körperbild und unseren Atem. 

Dass unser Erleben auch immer körperlich ist, zeigt unter anderem in der Sprache: Jemand kann es nicht mehr er-tragen, es geht einem etwas an die Nieren, Jemand muss eine Situation durch-stehen, beißt dafür die Zähne zusammen, hat „Schiß“, es sitzt Jemandem etwas im Nacken oder steigt zu Kopf.

Der Körper kann uns helfen, schwierige Situationen zu bewältigen, kann uns aber auch einschränken. Körperpsychotherapie basiert auf der Annahme, dass sich hinter körperlichen Phänomenen in den Körper verdrängte Konflikte verbergen.

So kann es helfen, die Zähne zusammen beißen, den Bauch anzuspannen und die Beine durchzudrücken oder fest zu machen, um durchzuhalten und schwierige Empfindungen zu verdrängen. Über lange Zeit kann dies sehr anstrengend sein und sich auch verdeckt äußern in destruktiven Verhaltensweisen, in Depressionen, innerer Leere oder Unruhe, in Süchten, körperlichen Symptomen, Beziehungsproblemen u.v.m.

„Die einstige Schutzburg des Kindes wird zum Gefängnis des Erwachsenen.“ (Alexander Lowen)

In der Therapie nähern wir uns über das Gespräch, verbunden mit verschiedensten Körperübungen und Interventionen, den in den Körper verdrängten Gefühlen und Konflikten und der damit verbundenen eigenen Geschichte an.

Gefühle können eine große Kraft entwickeln und auch viel Kraft binden. Im therapeutischen Setting geht es darum, auch „negative, schwierige, starke“ Gefühle zulassen zu lernen, sie auszudrücken, sie auch zu halten und dosieren zu lernen, um sie ins Leben zu integrieren. In dem Maß, in dem es möglich wird, sie zu fühlen und anzunehmen, kann die muskuläre Anspannung, die benötigt wird, um sie verdrängen, losgelassen werden.

Über die Annahme und das Verstehen dieser Emotionen ist es möglich, mehr Empathie für sich selbst zu entwickeln – auch für all das, was nicht so perfekt ist an einem selbst oder im Leben, für die eigenen Schwächen, Unsicherheiten und auch die einschränkenden Verhaltensweisen. Das kann auch bedeuten, Illusionen loszulassen, auf dem Boden der eigenen Realität anzukommen und dadurch ein Bewusstsein für sich selbst von innen heraus zu entwickeln.

Wenn wir annehmen können, wie wir sind, weitet sich unser innerer Raum, unsere Perspektive, unser Handlungsspielraum und unser Blick auf die Welt und andere Menschen.

„In Kontakt sein heißt nicht perfekt, sondern lebendig zu sein.“ (A.Lowen)

Hier ein Video zum Verständnis von Bioenergetik und Trauma von meinem Ausbilder Heiner Steckel und Lutz Besser:

Der Körper als Spiegel der Seele

In der Sichtweise der Körperpsychotherapie liegt der Ursprung für unsere körperlichen und seelischen Strukturen und Verhaltensweisen in unserer frühen Kindheit. Unsere ersten Erfahrungen als Kind werden als prägend angesehen für unser späteres körperliches und seelisches Erleben: dafür, wie wir im Leben stehen und mit den Anforderungen des Lebens umgehen, wie wir uns selbst und Andere sehen, unsere Beziehungen gestalten.

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