Körperpsychotherapie

Christina Burgfried

Bioenergetik

Bioenergetik (Bioenergetische Analyse) ist eine Form der Körperpsychotherapie. Sie geht zurück auf Alexander Lowen, einem Schüler von Wilhelm Reich. Bioenergetische Therapie umfasst sowohl das Gespräch, als auch die Körperarbeit.

Bioenergetische Therapie

  • Bioenergetische Therapie

    • für persönliches Wachstum und innere Reifung, 
    • für mehr Sinnhaftigkeit und Lebendigkeit,
    • um einen hilfreichen Umgang mit Gefühlen wie Wut, Trauer, Angst ect. zu finden,
    • bei Nervosität, inneren Spannungen, Schlafstörungen und Konzentrationsschwäche
    • bei Gefühlen von Isolation, innerer Leere, Niedergeschlagenheit
    • um sich verdrängter Gefühle und seiner selbst mehr bewußt zu werden,
    • bei Beziehungsproblemen und sexuellen Problemen
    • um sich im Körper besser verankert zu fühlen

In der Bioenergetischen Analyse geht man davon aus, dass sich hinter diesen körperlichen Phänomenen festgehaltene Gefühle, Bewegungsimpulse und in den Körper verdrängte Konflikte verbergen können.

So kann es sein, dass man die Zähne zusammen beißt, den Bauch anspannt und die Beine durchdrückt oder festmacht, um durchzuhalten und schwierige Empfindungen zu verdrängen. Wenn wir aber diese Gefühle über lange Zeit wegdrücken, kann dies sehr anstrengend sein und sich auch verdeckt äußern in destruktiven Verhaltensweisen, in Depressionen, innerer Leere oder Unruhe, in Süchten, körperlichen Symptomen, Beziehungsproblemen u.v.m.

In der Therapie nähern wir uns über das Gespräch, verbunden mit verschiedensten Körperübungen und Interventionen den in den Körper verdrängten Gefühlen und Konflikten und der damit verbundenen eigenen Geschichte an.

Gefühle können eine große Kraft entwickeln und auch viel Kraft binden. Im therapeutischen Setting geht es darum, auch “negative, schwierige, starke” Gefühle zulassen zu lernen, sie auszudrücken, sie auch zu halten und dosieren zu lernen, um sie ins Leben zu integrieren. In dem Maß, in dem es möglich wird, sie zu fühlen und anzunehmen, kann die muskuläre Anspannung, die benötigt wird, um sie verdrängen, losgelassen werden.

Über die Annahme und das Verstehen dieser Emotionen ist es möglich, mehr Empathie für sich selbst zu entwickeln – auch für all das, was nicht so perfekt ist an einem selbst oder im Leben, für die eigenen Schwächen, Unsicherheiten und auch die einschränkenden Verhaltensweisen.

“In Kontakt sein heißt nicht perfekt, sondern lebendig zu sein.” (A.Lowen)

Sich über den Körper zu erleben, kann auch heißen, Illusionen loszulassen, auf dem Boden der eigenen Realität anzukommen und dadurch ein Bewusstsein für sich selbst von innen heraus zu entwickeln. Durch mehr Sicherheit in sich selbst kann sich der Blick weiten und es entstehen größere Handlungsspielräume durch eine andere Wahrnehmung.

Der Körper als Spiegel der Seele

In der Bioenergetischen Sichtweise liegt der Ursprung für unsere körperlichen und seelischen Strukturen und Verhaltensweisen in unserer frühen Kindheit. Unsere ersten Erfahrungen als Kind werden als prägend angesehen für unser späteres körperliches und seelisches Erleben: dafür, wie wir im Leben stehen und mit den Anforderungen des Lebens umgehen, wie wir uns selbst und Andere sehen, unsere Beziehungen gestalten.

Hintergrund